Darf es auch etwas "mehr"  sein?

Lerne mich kennen...

Mut steht am Anfang des

        Handelns,          Glück am Ende 

(Demokrit)

Alles hat seine Zeit 

 und 

die Geschichte! 

 

Parkinson Treff Parkentin 


Das Treffen findet jeden 1. Donnerstag
 von 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr in der Pfarrscheune von Parkentin, statt

Beate Hilker

Aller Anfang ist und war schwer!
Der Weg hierher war nicht immer einfach, trotz allem würde ich um keinen Preis der Welt etwas ändern wollen. Meine Erfahrungen haben mich geprägt und verändert. Es wurde Zeit für den Umbruch in meinem Leben. Loslassen, neue Wege gehen und das Ankommen, ist notwendig geworden. Das Leben spüren.  Das ist das, was mir wirklich intensiv gefehlt hat.  Meine Mitmenschen sind mir wichtig. Hier mal ein offenes Ohr und da und dort mal ein Gespräch.  Zeitnehmen und innehalten. Zuhören und Hinhören.

Lachen ist die beste Medizin! 

Lachen ist Musik für die Seele!
Der kürzeste Kontakt zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.
Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte.

 


Wer bin ich ?

Ich bin ein geborenes Landei, was 1965 in einem kleinen Dorf, in Hessen die Welt erblickte. Meine Leben verlief  „fast“ in geordneten Bahnen.


                                                     Das Zitat von John Lennon

„Leben ist das, was passiert, während man eifrig dabei ist, andere Pläne zu machen.“


 Dies traf bei mir zu. Der Boden war mir näher als der Himmel, bis ich nach einer langen Odyssee von Ärzten und deren Vermutungsdiagnose, endlich eine Antwort bekam.  Im Alter von 48 Jahren, nach unzähligen nicht gelebten und erlebten Jahren, die einfach so an mir vorüberzogen. Fragen über Fragen, die ich stellte, aber ohne Antwort  zurückblieb. Achselzucken und Kopfschütteln bei den Ärzten. Zurück gelassen in Mutlosigkeit und Traurigkeit.      

                              „Morbus Parkinson“   

Meine erste Reaktion war. mich  zu bedanken,  für diese Diagnose und vor Glück weint, war der   

                               Startschuss                           


Für ein anderes Leben.
 Mein Leben wurde auf den Kopf gestellt. Ich konnte wieder lachen! Mit einer unheilbaren und fortschreitenden Krankheit. Als ob man eine Raset-Taste gedrückt hätte. Die vielen, für mich, nicht existierenden Jahre, werde ich nie vergessen und bin auch dankbar für diese Zeit in meinem Leben.    

Ein Lernprozess, der nicht einfach war, habe ich dann erlebt. Der mit Tränen und Wut einherging.  Nein, nicht  wegen meiner Parkinson.  Mein Umfeld kam mit meiner Einstellung und meinen gesunden Egoismus nicht gut zurecht.     

                        Mein Motto 2012  – Endlich Leben  


Ich bin ein anders denkender Mensch geworden. Die Prioritäten haben sich verschoben. Ich bin glücklicher und zufriedener mit und in meinem Leben mit Morbus Parkinson. Die Welt ist bunt und ich bin mittendrin, kann es etwas Schöneres geben?  


Dank der heutigen Vielfalt an Medikamenten, Hilfsmittel, Therapien und Zusatzangebote geht es mir gut und ich habe mein Lachen wieder gefunden.  


Mein weiterer Lebensweg gerade wegen meiner Neugier und das Interesse am Leben führte mich 2016 über Berlin an die Ostseeküste in die Nähe von Rostock. Ein kleiner, schnuckeliger Ort. Dort fühl ich mich ein stückweise schon heimisch. (Die Heimat kann nichts ersetzen) es sind ganz wunderbare Menschen in mein Leben getreten. 


 Die Entscheidung, für mich diesen neuen und eigenen Lebensraum zu finden, war zu Beginn für meine Familie (die in Hessen noch beheimatet ist)  sicherlich nicht einfach.  Mir wurde bewusst, dass ich, Beate, die Person war, um die es ging und nicht um meine Familie. Ich war mir wichtig geworden.  Dieses Gefühl in die Tat umzusetzen und einen gesunden Egoismus zu lernen, war nicht immer einfach. Heute weiß ich, dass sie einfach nur Angst hatten, mir könnte etwas zustoßen. Die Entfernung von fast 500 km ist auch nicht gerade mal um die Ecke. Mittlerweile sind sie stolz darauf, dass ich mit meinem Parkinson ein eigenständiges Leben lebe und die meisten Hürden gut umschiffen kann.       


Ich möchte jetzt auch mal an dieser Stelle sagen, dass ich gerne Bahn fahre und auch den Service der Mobilitätshilfe gerne in Anspruch nehme. Da ich durch die  Deutschen Bundesbahn komfortabel reisen kann, was sind da schon  Kilometer?   

Ich zähle die Entfernung in Stunden. 


Bei meinem Aufbruch in mein Abenteuer-Leben
 hat mir auch gezeigt,  dass Freunde, die einen schon zeitweise begleiten haben, andere Wege gehen.  Doch, wenn man sie braucht, sind sie da. 
Und deswegen stelle ich jetzt auch die Zusatzfrage. 

Darf es etwas mehr sein? 


Podcast....Jetzt erst recht - mit  und von Kathrin Wersing

Mein Podcast mit Kathrin Wersing   - 

> Folge 20 - Beate Hilker  -

 Das Leben ist schön auch mit Parkinson <
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